Fürstin Friederike Karoline von Schwarzburg Sondershausen

Die Fürstin erblickte als fünftes Kind des Fürsten Friedrich Karl von Schwarzburg-Rudolstadt am 21. Januar 1774 das Licht der Welt. Ihre Mutter verstarb früh.

Karoline heiratete im Juni 1799 Günther Friedrich Karl I. von Schwarzburg-Sondershausen. Eine Verbindung, die unter keinem guten Stern stand. Die feinfühlige und vielseitig gebildete Karoline passte nicht zu ihrem - wegen seiner volkstümlichen Art beliebten - Gatten. Nach der Trennung zog sie sich zunächst nach Rudolstadt zurück.

Im Jahre 1816 ließ sie sich mit ihren Kindern in Arnstadt nieder, wo sie bis zu ihrem Tode 1854 im fürstlichen Palais wohnte.

Karoline, die fast 40 Jahre in Arnstadt lebte und wirkte, wurde vor allem wegen ihrer Wohltätigkeit sehr verehrt. Die Entstehung einer Kinder-verwahranstalt im Jahre 1830 für arme zwei- bis sechs-jährige Kinder verdankte Arnstadt der Fürstin Karoline. Ebenso wurde auf ihre Initiative eine Näh- und Strickschule für Töchter unbemittelter Eltern durch einen Frauenverein gegründet.

Durch großzügige finanzielle Zuwendungen unterstütze sie die Einrichtung von Suppenküchen. Immer um das Wohl ihrer Mitmenschen besorgt, war sie es, die im Revolutionsjahr 1848 am Tag nach den Tumulten des 26. März durch einen Aufruf die Bevölkerung Arnstadts beruhigen konnte.

Ein dreiviertel Jahr vor ihrem Tod stiftete Karoline der Stadt 1000 Taler. Die Zinsen davon sollten verwendet werde, um arme Wöchnerinnen und in Not geratene Familien zu unterstützen.

Der Schriftsteller Willibald Alexis beschrieb Karoline im Jahr 1851 mit folgenden Worten:

"Eine hohe Siebzigerin und des Gehörs ganz beraubt, doch mit sehr regem, lebensfrischem Sinne, die alle Strömungen der Zeit verfolgt ..."Weltoffen, gebildet und mit einem großem Herzen für die Hilfsbedürftigen".